Für Menschen mit Aphasie

Aphasie bedeutet übersetzt „Verlust der Sprache“ und plötzlich nicht mehr sprechen zu können, ist die schreckliche Erfahrung, die ein Aphasiker durchmacht. Aphasie ist häufig die Folge einer Schädigung der linken Hirnhälfte. Jeder kann durch einen Schlaganfall, (Hirninfarkt, Hirnblutung) oder durch einen Unfall eine Aphasie erleiden. Oftmals haben Aphasiker ihre Sprache nicht völlig verloren. Aphasie ist vielmehr eine Sprachstörung, die in unterschiedlichen Formen und Schweregraden auftritt.

Aphasie hat nichts mit geistiger Behinderung oder psychischer Störung zu tun. Die Aphasie verändert nur die Fähigkeit, sich mit Sprache auszudrücken und Sprache zu verstehen. Oft ist die Fähigkeit beeinträchtigt, mit Zahlen umzugehen (Dyskalkulie) oder Zahlwörter werden verwechselt. Für einen Nichtbetroffenen ist es schwer vorstellbar, dass die Sprache gestört, aber das Denken und die Fähigkeit zur Kommunikation ohne Sprache noch erhalten ist.

SALO+PARTNER bietet Menschen mit Aphasie, die keine diagnostizierte Lernbehinderung haben, ein spezifisches und speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Programm: unsere erfolgreiche Maßnahme APHASIE@SALO. Unser Reha-Team aus erfahrenen Psychologen, Sozialpädagogen, Ergotherapeuten und Fachdozenten wird durch den medizinischen Dienst begleitet und unterstützt.

Somit können wir auch die oft mit Aphasie einhergehenden Störungen wie Ängste, Depressionen, Störungen des Sozialverhaltens, Ticstörungen oder Teilleistungsschwächen auffangen und den Teilnehmern zur Seite stehen. Unsere Schulungs- und Trainingsphasen sind speziell auf die Anforderungen von Menschen mit Aphasie ausgerichtet. Durch kleine Gruppen, Einzelförderung und spezielle Übungseinheiten in unseren Trainingswerkstätten bieten wir geeignete Strukturen, um die individuellen Entwicklungsschritte zu vollziehen.

Durch eine frühzeitige Orientierung auf betriebliche Lösungen schaffen wir von Anfang an „Real-Situationen“ in der wirklichen Arbeitswelt und können somit so früh wie möglich gemeinsam entsprechende Strategien entwickeln, die dann auch außerhalb unseres schützenden Rahmens tragen.
Unser Ziel ist der erste Arbeitsmarkt, bei Jugendlichen eine betriebliche Ausbildung. Unser Reha- Team ist daher eng mit den regionalen Unternehmen vernetzt, um auch bei einem möglichen Arbeitgeber durch Begleitung und Schulung die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Wir spielen eine aktive Rolle in den Netzwerken aus Schulen und Behörden, Kliniken, Ärzten und Therapeuten sowie weiteren Beratungs- und Hilfeangeboten. Damit bauen wir gemeinsam mit den Rehabilitanden, Angehörigen und den Rehabilitationsträgern einen stabilen Rahmen für die Zukunft.

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